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Gemeinde Marienwerder

Gemeinde Marienwerder

im Landkreis Barnim

Naturparkgemeinde

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Die Öffnung des Werbellinkanals - am Anfang stand die Vision

Auf dem Weg zur Realisierung
Staatssekretär des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz Dietmar Schulze übergab Fördermittelbescheid

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ich möchte Sie über Hintergründe und Vorstellungen im Zusammenhang mit einem ungewöhnlichen, schwierigen, aber auch zukunftsweisenden Projekt unserer Gemeinde informieren. Es geht um die Wiedereröffnung des zugeschütteten Teils des Werbellinkanals. Zurecht werden sich viele von Ihnen fragen, gibt es nicht wichtigere Vorhaben für unsere Gemeinde. Ich möchte auf die Frage wie folgt antworten. Auch vor 5 Jahren gab es nicht wenige Skeptiker die abrieten, das Sägewerksgelände zu erwerben und zu sanieren, denn die Gemeinde stand nicht in der direkten Verpflichtung.
Ich glaube heute können wir alle stolz sein, das Gelände saniert und mit der Mehrzweckhalle einen für die Gemeinde bleibenden Wert geschaffen zu haben. Wenn das Gelände vermarktet wird, wofür es bereits einen Optionsvertrag gibt, schreibt die Gemeinde bei Einbeziehung aller für den Erwerb und die Sanierung gegebenen Gelder eine schwarze Zahl und wir haben eine Immobilie von 15,4 ha zukunftsfähig gemacht.
Zurückblickend kann ich hier allen Behörden und Partnern der Gemeinde meinen Dank für die engagierte Unterstützung aussprechen. Das durch die Gemeinde eingegangene Risiko wurde belohnt. Um Entwicklungen in der Form anzuschieben kann niemand alles 100 % vorhersehen, aber mit Überzeugungskraft und Engagement, gepaart mit dem dazugehörigen Quäntchen Glück, kann man einiges Erreichen.

Nun zum Projekt "Werbellinkanal"

Glauben Sie mir, als man mich vor ca. 4 Jahren auf die Wiedereröffnung des Werbellinkanals ansprach war meine erste Antwort spontan: Der Bund und das Land haben leere Kassen! Wo soll das Geld herkommen? Als man mich dann aber Monate später von der Idee des Landes in Kenntnis setzte, im Norden Berlins das größte zusammenhängende Wassersportrevier Europas zu entwickeln, dachte ich ernsthafter über die Vision Werbellinkanal nach.
Eine nicht unwesentliche Rolle spielte immer die Verbesserung der Lagegunst für unsere Immobilie Sägewerk. Da die für das Land Brandenburg zur Verfügung stehenden Fördergelder immer geringer werden, galt es schnell zu agieren und es war ein nicht ganz einfaches Unterfangen, die Ministerien zu überzeugen. Mittlerweile weiß ich, dass das Zeitfenster zur Realisierung des Projektes ein ganz schmales ist. Mit dem nun überreichten Zuwendungsbescheid durch das Land in Höhe von 270 000 Euro für die Planung können wir optimistisch sein, im nächsten Jahr mit der Investition zu beginnen. Da der Landkreis, die Gemeinde Schorfheide und das Amt Joachimsthal uns hier finanziell unterstützen, müssen wir lediglich 10% der Kosten übernehmen. Auch für die Investitionen werden wir Fördergelder aber auch Arbeitsfördermaßnahmen beantragen, um die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme zu gewährleisten.
Den eigentlichen Gewinn könnten wir erreichen, wenn die vorgesehenen ca.60 Wohnhäuser entstehen. Der damit verbundene Einwohnerzuwachs wäre analog dem der letzten 10 Jahre und würde unsere Unternehmen und die sozialen Einrichtungen (Schule, Kita) stärken und der Gemeinde mehr finanzielle Einnahmen sichern. Aber auch der Tourismus könnte als Wirtschaftsfaktor eine noch größere Bedeutung für unsere Gemeinde haben und Arbeitsplätze schaffen.

Liebe Einwohner von Marienwerder,

mein Ziel ist es, Sie in dem Prozess nicht nur zu informieren sondern auch mitzunehmen. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass wir der negativ prognostizierten demografischen Entwicklung im nördlichen Barnim nur entgegenwirken können, wenn wir eine besondere Attraktivität und Anziehungskraft entwickeln. Der Werbellinkanal und die Nachnutzung des ehemaligen Sägewerkes können ein Meilenstein dafür sein.

Danko Jur

| 01.02.2007 | Anfrage |