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Lothar Gericke

Die Biografie

Dipl.-Designer – Architektur + Kunst


Lothar Gericke

Lothar Gericke studierte an der Fachschule für angewandte Kunst in Potsdam und an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee.

Er arbeitete von

1960 bis 1965 im Berlin-Projekt (Wiederaufbau Berlins) und wird 1965 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler Deutschlands

1966 an der Akademie der Wissenschaften in Großbothen (Farbforschung) und

1967 bis 1981 beim Zentralinstitut für Gestaltung in Berlin.

Seit 1981 bis heute ist er freiberuflich tätig.

Mitglied der Architektenkammer Berlin ist er seit 1991.

Von 1960 bis 2003 lebte er in Berlin.

Seit 2003 hat er sein Atelier und seine Wohnung in Sophienstädt, einem Ort 36 km nördlich Berlins.

1. Er beschäftigte sich viele Jahre mit theoretischen und gestalterischen Aspekten zur Farben- und Formenlehre. So erschienen zu diesem Thema Veröffentlichungen, unter anderen das Buch „Das Phänomen Farbe“ 1970, 73 und 2003 der Kalender „Phänomen Farbe + Form“.

Das Buch „Das Phänomen Farbe“ wurde 1970 vom Börsenverein und den Buchhändlern als eines der schönsten Bücher zur Buchmesse in Leipzig ausgezeichnet.

Im Zusammenhang mit den theoretischen Studien entstanden damals bis heute eine Reihe abstrakter und konstruktiver künstlerischer Arbeiten.

2. Von 1975 an begann Lothar Gericke sich intensiver der Malerei zu widmen.

Er interessierte sich insbesondere für die Darstellung von Stadtmotiven. So entstanden in der Zeit von 1975 bis 1990 ca. 300 Ölbilder und außerdem einige Druckgrafiken von Berliner Stadtlandschaften.

Aber auch 30 Porträts und Stillleben malte er etwa in dieser Zeit.

Viele Motive zeigen die grauen Straßenansichten mit in dieser Zeit noch typischen Baulücken, durch die farbige Fassaden aus Ziegel oder auch einige Bäume vom Hof aus sichtbar werden.

Die Stadtlandschaften sind historische Ansichten Ostberlins aus den siebziger und achtziger Jahren bis zum Fall der Berliner Mauer.

Die Motive dieser Zeit zeigen Berliner Geschichte, die typisch sind für eine besondere Lebenswelt, die Zeitlosigkeit erlangt, indem sie durch das Auge des Künstlers wiedergegeben wurde. Die meisten der Arbeiten aus der Zeit sind verkauft und nicht mehr im Besitz des Künstlers.

Eines dieser Kunstwerke „Stadtlandschaft mit Liebespaar“, 1978, Öl auf Lw., 70 x 80 cm, besitzt das Wendemuseum in Los Angeles, Culver City, in den USA.

Ein Porträt aus dieser Zeit „Waldemar K.“, 1979, Öl auf Lw., 120 x 100 cm, befindet sich in der Berlinischen Galerie.

3. Seit 1981 arbeitete Lothar Gericke freischaffend als Designer, Architekt, Maler und Grafiker in Berlin.

Neben der Malerei entstanden im Zusammenhang mit Architektur- und Designaufträgen auch Kunstobjekte, Skulpturen und Material-Collagen, Glas- und Metallgestaltungen im Innen- und Außenraum bis zu 4 Metern Höhe sowie Wandmalereien und Giebelbilder über 120 m² groß. Erste Arbeiten zeigte schon die Personalausstellung in der „Galerie am Festungsgraben“, Unter den Linden, Berlin 1988. In dieser Ausstellung gab Gericke einen Überblick über sein Schaffen auf dem Gebiet der Malerei, Grafik, Plastik und Architektur.

Nach 1990 beschäftigten ihn in der Malerei neben Stadtlandschaften vermehrt Porträts und abstrakte Kompositionen. Aktuelle Werke sind z. B. „Die Dame mit dem Schuh“ oder der Damenschuh als „Objekt der Begierde“, die „Weiße Villa in Dresden“, „Der Blumenstrauß auf rotem oder auf grünem Grund“, „Die Goldfische im Glas“, die „Blaue Katze“ sowie „Das abstrakte Bild - Traum in Rot“ oder die  „Komposition mit blauen Bögen“ als lyrische Abstraktionen.

Die Kunstwerke Gerickes zeigen die Auseinandersetzung des Künstlers mit der Vergangenheit und Gegenwart. Doch gleichzeitig sucht er immer wieder nach neuen Wirkungen der Farben, Strukturen und Formen. Das Spielen, Probieren, Kombinieren und Neues erfinden interessiert ihn.