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Gemeinde Marienwerder

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Inselleuchten 2007

Inselleuchten betörte die Sinne

Von Brigitte Horn (MOZ), Fotos E.G.Ehlert


Lichteffekte auf der ganzen Insel

Das "Inselleuchten im August" hat sich am Wochenende nunmehr zum vierten Mal als ein Mekka der Freunde der anspruchsvollen Unterhaltung erwiesen. In der einzigartigen Kulisse auf der Insel an der Leesenbrücker Schleuse kam die Musik von Tina Tandler und ihrer Blue Band sowie des überzeugenden Brel-Interpreten Klaus Hoffmann zu besonderer Wirkung. Abgerundet wurde das Kulturereignis mit Tanzdarbietungen, Feuerkünstlern und anderem mehr.


Feuerschlucker in Aktion

Mit "Rock auf der Insel" wurde der zweite Tag mit Heinz Rudolf Kunze ein weiterer Höhepunkt. An den Gewässern bei der Leesenbrücker Schleuse ist die Natur noch wild und ursprünglich.

Alte knorrige Bäume stehen am Ufer. Sie waren beim "Inselleuchten im August" in blaues, grünes, türkis- oder orangefarbenes Licht getaucht und boten den Besuchern ein ungewöhnlich faszinierendes Bild.


Tina Tandler

Trotz grauem Himmel und von den Meteorologen angesagten Schauern haben mehr als 400 Musikfreunde am Freitagabend nach Marienwerder gefunden. Unter ihnen auch zwei Paare aus Bernau. Warum sie hier sind? "Es ist einfach das Ambiente und die Romantik", schwärmte eine der Frauen ganz begeistert. Und einer der Männer fügte hinzu: "Solch eine schöne Veranstaltung wollen wir doch nicht sterben lassen."


Der Stelzenmann

Das sehen höhere Mächte offenbar ganz anders. Mit Hartnäckigkeit ist es ihnen bisher gelungen, zu jedem Inselleuchten die Natur anzufeuchten, wenngleich man sich in diesem Jahr offenbar schon ein bisschen geschlagen gab. Über weite Strecken war es trocken, dennoch fielen am Freitagabend hin und wieder ein paar Tropfen. So hatten die dienstbaren Geister der Veranstalter alle Hände voll zu tun, um die Sitzreihen trocken zu wischen. Mitteleuropäische Openair-Erfahrene indes hatten Wolldecke und Schirm dabei. Zunächst lauschten die Freunde des Saxophons und Tina Tandlers Blue Band den Klängen der jazzigen Stücke, bevor mit Klaus Hoffmann der Star des Abends die Zuschauer in seinen Bann zog. Der angekündigte Auftritt von Tatortkommissar Axel Prahl entfiel. Wegen Terminverschiebungen bei Dreharbeiten konnte er leider nicht kommen.


Klaus Hoffmann, der Star des Abends

Schauspieler und Liedermacher Klaus Hoffmann betrat 21 Uhr die Bühne und lieferte ein Kabinettsstück nach dem anderen. Er sang, tanzte, seufzte, raunte, schwatzte... Zwischen entwaffnender Ehrlichkeit und anmaßendem Gehabe nahmen Brels Texte den spießigen Kleinbürger aufs Korn, die Hoffmann auf Deutsch darbot. Alltägliches, Freud und Leid wurden mal in poesievoller, mal in derber Sprache besungen. Dabei entwickelte Hoffmann auch eine Stimmgewalt, die unter die Haut ging. Bei Titeln wie "Amsterdam" gab es schon zu den Auftaktklängen Beifall.


am Piano Hawo Bleich

Fast schon in Clubatmosphäre konnten die Besucher der Musik zuhören, ohne auf ein Glas Rotwein oder Kaffee verzichten zu müssen. Mit Champignons, Gulaschsuppe, asiatischen Kräuter- und Wiener Würstchen oder dem Kuchenbüfett war an Appetithappen gedacht worden. Die Preise bewegten sich zwischen zwei und vier Euro und waren somit maßvoll, wenngleich der Eintritt mit rund 40 Euro schon anspruchsvoll war.

Erneut war das Inselleuchten auch ein Treffen der Spitzen von Wirtschaft und Politik im Landkreis Barnim. Unter ihnen Sparkassenchef Josef Keil und Wirtschaftsdezernent Carsten Bockhardt. Er sieht das Inselleuchten als "eine schöne Tradition", an der man festhalten sollte.

Beim zweiten Tag des Inselleuchtens hatten die Veranstalter mehr Glück. Bei trockenem Spätsommerwetter erlebten mehr als 900 Gäste von "Rock auf der Insel" das Konzert mit Heinz Rudolf Kunze, dessen Musik das Publikum mitriss.

"Es war ein sehr schönes Konzertwochenende" sagte Frank Göritz vom Verein Kulturreich Barnim und der Agentur Public. Erfreulich, dass am Sonnabend auch das Wetter mitspielte. Das Konzept sei voll aufgegangen.

| Marienwerder 03.09.2007 | Vorschau » |