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Ortsgruppe der Volkssolidarität

Sport als Vorsorge und Therapie

erschienen in der MOZ am 26.11.07

Bernau (MOZ) Eine der größten Sportgemeinschaften im Barnim gehört der Volkssolidarität Barnim an. Allerdings ist sie nicht an einem Ort anzutreffen. Die rund 700 sportlichen Frauen und Männer meist jenseits der 50-er Jahre-Grenze, verteilen sich über den gesamten Landkreis. Unter Anleitung von Werner Schwarzlose treffen sie sich wöchentlich in mehr als 40 offenen Sportgruppen an fast 20 Orten des Landkreises, um nicht nur körperlich fit zu werden oder zu bleiben, sondern auch, um unter Gleichgesinnten Gedanken auszutauschen und viel Spaß zu haben.

"Seit 1992 realisiert die Volkssolidarität Barnim im Landkreis erfolgreich ein therapeutisches Gesundheitsprojekt", berichtet Schwarzlose. Der Diplomsportlehrer hat es vor 15 Jahren initiiert. Mit Stolz verweisen Vorstand und Geschäftsführung der Volkssolidarität Barnim darauf, dass das Projekt "Gesundheitssport und Sporttherapie" eine verlässliche Säule des Barnimer Vereins ist und sich seit Jahren selbst trägt. Das liegt nicht nur daran, dass die Mitglieder in den Sportgruppen einen Obolus bezahlen, sondern auch daran, dass sich inzwischen der Wert der Arbeit, die in den Sportgruppen geleistet wird, herumgesprochen hat. "50 Krankenkassen und 83 Ärzte schicken ihre Mitglieder und Patienten zu uns", bilanziert Schwarzlose. Gruppen gibt es in Eberswalde, Finowfurt, Altenhof, Eichhorst, Brodowin, Finow, Werneuchen, Oderberg, Lunow, Sommerfelde, Marienwerder, Liepe, Bernau, Biesenthal, Seefeld, Blumberg und Groß Schönebeck.

Der Projektleiter verweist dabei auf den komplexen Charakter seines Vorgehens. "In der Woche wird in den Gruppen ein zyklisches Funktionsprogramm absolviert. Monatlich gibt es einen ausdauersportlichen Höhepunkt, zumeist an einem oder auch an mehreren Wochenenden. Jährlich können sich schließlich Interessierte einem Körperfunktions- bzw. -zustandstest unterziehen." Jeder, der es wolle, könne jederzeit in einer Gruppe seiner Wahl einsteigen, das Sporttreiben unterbrechen, wenn es nötig sein sollte, und später einfach wieder weiter machen.

Das sportliche Angebot ist umfangreich. Es beginnt bei Wanderungen verschiedener Art wie Fuß-, Rad- und Kanuwanderungen, führt über Wassergymnastik, Wasserfahrtherapie, Gesundheitssport und hört bei Sport mit Parkinsonpatienten, mit geistig behinderten Menschen, bei Rollstuhlsport oder Sport mit adipösen (fettleibigen) Kindern noch längst nicht auf. Es wird komplettiert mit Beratungen zu Ernährung, Gesundheit und Fitness.

Neben dem sportlichen Wert hebt Schwarzlose vor allem den kommunikativen gesellschaftlichen Wert der Gruppen hervor. "Dort werden Menschen zusammengeführt, die sich wahrscheinlich anders niemals kennen gelernt hätten", meint er. Sie bringen Vertreter verschiedener Alters-, Berufs- und Interessengruppen, sowie unterschiedlicher politischer Auffassungen und religiöser Glaubensrichtungen zusammen.

Längst ist das Projekt über die Grenzen des Barnim hinaus bekannt. Mehrfach stellte es Werner Schwarzlose bei Gesundheitsmessen in Berlin aber auch an der Sporthochschule in Köln vor

| Marienwerder 27.11.2007 |